Waldinventur GR 2015 | 01.05.2015

Graubünden verfügt über sehr viel Wald. Für dessen Schutz und dessen Pflege wird periodisch eine Waldinventur durchgeführt.

Waldinventur GR 2015
Waldinventur GR 2015
Waldinventur GR 2015
Waldinventur GR 2015
Waldinventur GR 2015

    Der Bündner Wald erfüllt eine Vielzahl an Aufgaben. Er lädt am Wochenende oder in den Ferien zu Spaziergängen und Entdeckungsreisen ein. Die Holzwirtschaft hat ein kommerzielles Interesse am Wald. Gleichzeitig muss der Wald auch schützen. Lawinen, Steinschlag, Überschwemmungen und Murgänge werden mit Hilfe des Schutzwaldes im Zaum gehalten oder zumindest abgeschwächt.

    Waldinventur GR 2015

    Die Waldinventur erfasst den Zustand und die Veränderungen des Bündner Waldes. Um diesen grossen Arbeitsaufwand in nützlicher Frist erledigen zu können, werden Lose vergeben. Die HMQ AG wird für das Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden die Lose 5 (Haldenstein – Chur) und 8 (Arosa Süd) bearbeiten. 

    Wie wird der Wald aufgenommen?

    Jeden einzelnen Baum bei einer geschätzten Stockzahl von 64 Mio. aufzunehmen ist nicht machbar. Angenommen es werden 30 Sekunden für die Beurteilung eines Baumes benötigt, würde eine Zweiergruppe 133 Jahre brauchen, um alle Bündner Bäume zu beurteilen. Die Waldinventur Graubünden nutzt deshalb ein systematisches Stichprobennetz von 250‘000 m2. Rund 7‘000 Stichproben werden durchgeführt. Somit repräsentiert eine Stichprobe rund 25 Hektaren Wald.

    Die wichtigsten erhobenen Merkmale sind:

    • Der Waldentscheid (handelt es sich um Wald oder nicht)
    • Die Dicke der Bäume zur Volumenberechnung
    • Die Baumart
    • Schäden am Baum
    • Bestandesqualität und Verjüngungssituation
    • Ökologische Merkmale wie Totholz, Asthaufen, Feuchtgebiete, Trockengebiete, geomorphologische Objekte.

    Holznutzung

    In Graubünden ist die Holzproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig. Unter der Dachorganisation Graubünden Holz sind alle Bündner Akteure, welche in der Holzproduktion tätig sind, zusammengefasst. Für diese Akteure, vom Bündner Forstunternehmerverband BFUV über den Bündner Waldwirtschaftsverband SELVA bis hin zu den freierwerbenden Forstingenieuren Graubünden FORGA werden mit der Waldinventur folgende wichtige Fragen beantwortet:

    • Wie viel Wald haben wir im Kanton und wie stark ist die Zunahme und Abnahme?
    • Wie hoch ist der Holzvorrat pro Baumart?
    • Wie hat sich der Holzvorrat verändert?
    • Wie viel Holz wächst in einem Jahr nach?
    • Wieviel Holz wurde genutzt?

    Autor: HMQ AG

    Foto: HMQ AG